Vor 20 761 Zuschauern in Valenciennes spielten die Deutschen zunächst ohne klassische Nummer 10. Die Last des Spielaufbaus sollte auf mehrere Schultern verteilt werden. Der Rekord-Europameister kam allerdings nicht gut in die Partie. Die Spanierinnen bestimmten das Geschehen. Die deutsche Defensive offenbarte große Schwächen, Nahikari García hätte in der 14. Minute die Führung für die Mannschaft von Trainer Jorge Vilda erzielen müssen. Nur zwei Minuten später vergab Silvia Meseguer für Spanien. Die starke Torhüterin Almuth Schult musste mehrfach retten, sie strahlte Ruhe und Sicherheit aus. Nach vorne brachte das verunsichert wirkende DFB-Team, dem in allen Mannschaftsteilen die Abstimmung fehlte, so gut wie nichts zustande.

Erst Mitte der ersten Hälfte wurden die Deutschen etwas besser. Mehr als ein paar gute Ansätze im Offensivspiel über die rechte Seite waren allerdings nicht zu sehen, für echte Chancen reichte es nicht. Insgesamt blieben die Spanierinnen das klar bessere Team. Die deutsche Führung fiel mehr oder weniger aus dem Nichts. Däbritz grätschte den Ball nach einem abgewehrten Kopfball von Spielführerin Alexandra Popp über die Torlinie. Däbritz sprach danach von einem „Willenssieg“ und ergänzte: „Unser Ziel war es, Erster zu werden. Und mit dem Sieg gegen Spanien sind wir auf einem guten Weg.

Zu Beginn der zweiten Hälfte vergab Popp per Kopf die Chance auf das zweite Tor (50.). Vor allem die Einwechslung der erst 18 Jahre alten Klara Bühl für Kathrin Hendrich belebte das deutsche Spiel. Die Deutschen spielten nun deutlich besser und vergaben in den letzten Minuten noch mehrere gute Chancen zum 2:0.

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