Frauenfußball-WM in Frankreich

Jetzt geht es an den Feinschliff für die WM

Torhüterin Almuth Schult musste gegen Chile nur selten zupacken und bestand den Härtetest nach ihrer Schulterverletzung. FOTO: dpa / Armin Weigel

Regensburg. Deutsche Torhüterin meldet sich nach überwundenen Schulterproblemen. Am Montag reist die DFB-Auswahl nach Frankreich, am Samstag ist das erste Spiel.

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg freut sich auf ein Gartenfest mit der Familie, die Spielerinnen nutzen das freie Wochenende zur Verschnaufpause: Mit einer WM-Rekordprämie vor Augen ist für das Frauenfußball-Nationalteam vor der ersten Etappe der „Tour de France“ Regeneration angesagt. Schon am Montagnachmittag bricht der zweimalige Titelträger auf zur Endrunde in Frankreich (7. Juni bis 7. Juli) – nach dem 2:0 (2:0) in der Generalprobe gegen Chile mit viel Selbstvertrauen und zusätzlicher Motivation. Am Freitag ließ der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verlauten, dass jeder Spielerin im Falle des Titelgewinns 75 000 Euro winken – 10 000 Euro mehr als bei der Endrunde 2015 in Kanada ausgelobt waren.

Nach der einwöchigen Vorbereitung in Bayern kann es also losgehen. „Es wird jetzt auch Zeit“, sagte Voss-Tecklenburg, die aller Voraussicht nach auf ihre Nummer eins bauen kann. Almuth Schults lädierte Schulter hielt der Belastungsprobe im Duell mit dem WM-Neuling stand – wenngleich sie von den defensiven Südamerikanerinnen herzlich wenig geprüft wurde. „Ich denke, ich kann meinen WM-Koffer packen“, sagte die Wolfsburgerin, deren rechte Schulter ein neonpinkes Tape schmückte. „Ich habe keine Angst, ziehe nicht zurück, ich fühle mich gut.“ Die Chefin gab entsprechend grünes Licht. „Stand jetzt fährt Almuth mit zur WM“, so Voss-Tecklenburg.

Nach der Ankunft in Rennes geht es dann an den Feinschliff. Denn nicht nur die Bundestrainerin vermisste neun Tage vor dem Auftaktspiel gegen China (8. Juni, 15 Uhr/ARD) noch „die letzte Konsequenz und Präzision“. Während defensiv gut gearbeitet wurde, ließ das nominell offensivste Team Chance um Chance liegen. „Man hat gesehen, dass noch Luft nach oben ist“, sagte Alexandra Popp. Die Kapitänin brachte die DFB-Auswahl nach einem Eckball von Carolin Simon in Führung (29.), das 2:0 erzielte die Vorbereiterin per Sonntagsschuss aus rund 30 Metern an den Innenpfosten (45.+2.) selbst.

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