Frauenfußball

Die standhafte Frau mit dem Regenbogen

Rennes. Nilla Fischer ist Schwedens Fußball-Star. Die langjährige Wolfsburgerin musste in ihrer Karriere bisher viel aushalten.

Das Foto ihrer zerstörten Statue machte Nilla Fischer fassungslos. „Inakzeptabel“ und „respektlos“ nannte Schwedens Fußball-Star die Vandalismus-Attacke zu WM-Beginn auf ihr Abbild, das ein Sponsor vor dem Stadion von Linköping aufgestellt hatte. Als Symbolfigur ist die 34-Jährige jedoch Schlimmes gewohnt.

Morddrohungen und Hass-Mails hat die Innenverteidigerin, die in diesem Sommer nach sechs Jahren beim VfL Wolfsburg zum FC Linköping zurückkehrt, schon erhalten. Ihren Kampf abseits des Platzes gegen Homophobie und für Gleichberechtigung hat die Frau mit der markanten Kurzhaarfrisur trotzdem nie aufgegeben. Nilla Fischer ist seit 2013 mit ihrer Frau Mariah-Michaela verheiratet. Und ihr Weihnachten 2017 geborener Sohn Neo soll eben in einer Welt aufwachsen, in der Diskriminierung von Homosexuellen und Frauen keinen Platz mehr hat.

Eigentlich, erzählte Fischer der FAZ, sei sie früher kein sonderlich kämpferischer Mensch gewesen. „Wo ich jetzt schon über 30 bin, weiß ich, wer ich bin, und ich weiß, dass meine Meinung etwas zählt. Dabei kommt es nicht darauf an, ob du heterosexuell oder lesbisch oder was auch immer bist. Man kann immer seine Meinung sagen, und es würde helfen, wenn möglichst viele Menschen das tun“, sagte sie.

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