Frauenfußball

Angreiferin, Anführerin, Aktivistin

US-Kapitänin Megan Rapinoe (Mitte) jubelt nach dem Sieg ihres Teams im Achtelfinale gegen Spanien. Im Viertelfinale kommt es jetzt zu einem vorweggenommenen Endspiel gegen Gastgeber Frankreich. FOTO: dpa / Alessandra Tarantino

Reims. Die streitbare Megan Rapinoe führt die US-Fußballerinnen ins WM-Viertelfinale gegen Gastgeber Frankreich.

Donald Trump dürften die Bilder nicht gefallen haben, die da aus Frankreich über die heimischen Bildschirme flimmerten. Megan Rapinoe wird als Matchwinnerin gefeiert, Megan Rapinoe formt freudestrahlend das Victory-Zeichen mit den Fingern, Megan Rapinoe hält die Trophäe für die beste Spielerin im Arm.

Ausgerechnet diese Rapinoe, die aus Protest gegen den US-Präsidenten die Nationalhymne nicht mitsingt und dem Anführer der freien Welt über die sozialen Netzwerke gerne mal ein unverblühmtes „F*** you“ entgegenschleudert, hat die USA ins Viertelfinale der Frauenfußball-WM geschossen.

Die Spielführerin des Titelverteidigers verwandelte zwei Elfmeter (7. und 75. Minute) im Achtelfinale gegen Spanien (2:1), wurde kurz vor Schluss unter dem großen Applaus der US-Fans ausgewechselt und sprach hinterher über das bevorstehende Mega-Duell am Freitag (21 Uhr) mit Gastgeber Frankreich. „Das fühlt sich natürlich ein bisschen nach Finale an“, sagte sie.

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