Das Paket des Clubs von Mäzen Dietmar Hopp überzeugte Lattwein und ihre Eltern. „Studium und Fußball sind hier sehr gut unter einen Hut zu kriegen. Von meiner Wohnung in St. Leon-Rot ist es zum Trainings- und Nachwuchsleistungszentrum der TSG mit dem Auto fünf und dem Fahrrad zehn Minuten weit“, erzählt die Offensivspielerin. Lattwein ist nämlich nicht nur auf dem Fußballplatz eines der größten deutschen Talente des Jahrgangs 2000. Sie studiert in Mannheim im dritten Semester Wirtschaftsmathematik, hat dort ein Stipendium. Das erste Teilziel dazu ist 2020 der Bachelor-Abschluss. Passend dazu verlängerte sie gerade ihren Vertrag in Hoffenheim bis 2020. „Der Verein ist auf mich zugekommen“, sagt Lattwein, die einen sehr reflektierten Eindruck macht.

Ihr Studium macht der jungen Saarländerin viel Spaß. „Ich gehe gerne zur Uni. Und arbeite auch gerne zuhause. Auch wenn ich mal eine Stunde an einer Aufgabe sitze, um sie zu lösen. Es ist auch ein guter Ausgleich zum Fußball“, sagt Lattwein. Und wie auf dem Fußballplatz war sie auch in der Schule nicht nur sehr talentiert, sondern auch extrem ehrgeizig. „Meine Eltern sind da eher gechillt und müssen mich sogar eher bremsen und sagen: Mach mal halblang“, verrät Lattwein und muss lachen. 2017 machte sie am Illinger Illtal-Gymnasium ihr Abitur. Mit 1,0. Genauer gesagt mit 900 von 900 Punkten. „Also eigentlich wäre das dann sogar ein Schnitt von 0,7 statt 1,0“, sagt sie – als Mathematikerin ist ihr das zu glauben.


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