Saarländerin startet durch

Lattwein ist mit vielem früh dran

St. Leon-Rot. Die 18-Jährige ist derzeit die einzige aktive saarländische Fußballerin in der Bundesliga. In Hoffenheim fühlt sich sie pudelwohl.

Manche Jungs und Mädchen machen mit 18 gerade ihr Abitur. Oder wissen noch gar nicht, was nach der Schule kommen soll. Lena Lattwein ist da anders. Sie ist sehr früh dran. Mit allem. Und ist es gewohnt, in ihrem Leben den Turbo einzulegen. Seit Sommer 2017 spielt die aus Hüttigweiler stammende Fußballerin bei der TSG 1899 Hoffenheim. Und da Kim Fellhauer sich beim SC Freiburg im Mai einen Kreuzbandriss zugezogen hat und Selina Wagner im Sommer vom SC Sand zur SV Elversberg wechselte, ist Lattwein derzeit die einzige aktive saarländische Fußballerin in der Frauen-Bundesliga.

Die seit vier Monaten volljährige Lattwein, eine zentrale Mittelfeldspielerin, feierte mit Hoffenheim einen perfekten Saisonstart. Nach einem 5:0 im DFB-Pokal bei Zweitligist 1. FC Köln gelang der TSG ein 1:0-Heimsieg gegen Turbine Potsdam und ein 4:1-Erfolg beim 1. FFC Frankfurt. Lattwein stand jeweils in der Startelf (gegen Frankfurt erzielte sie das 1:0) und dürfte auch an diesem Sonntag im Heimspiel gegen die SGS Essen (11 Uhr) gesetzt sein.

„Schon in der Vorbereitung habe ich in jedem Testspiel von Beginn an gespielt und hatte auch letzte Saison einige Spielzeiten. Ich fühle mich einfach sehr wohl hier“, sagt die junge Frau, deren Foto im Lexikon-Eintrag beim Wort „zielstrebig“ stehen könnte. In der Jugend spielte sie lange bei den Jungs der JFG Untere Ill, eignete sich dabei wichtige Fähigkeiten wie Zweikampfhärte an. Im Winter 2017 wechselte sie mit gerade mal 16 Jahren zum Zweitligisten 1. FC Saarbrücken, spielte sich sofort ins Rampenlicht und ging ein halbes Jahr später nach Hoffenheim.

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