Vorerst fiebert sie dem 28. Oktober entgegen. Dann beginnt um 18 Uhr im historischen Frankenturm von Trier ihre erste Vernissage, in der vorwiegend Werke der letzten zwei Auslandsjahre aus London und Lyon ausgestellt werden. Bei Livemusik soll das Interesse an 21 „offenen Stories“ – 20 Bilder und eine Installation – geweckt werden, in denen Farben, aber auch Empfindungen eine große Rolle spielen. Und natürlich auch der Mensch, der sich auf einem Werk beispielsweise auf einer Schaukel an einer riesigen Palme unter einem Stück offenen Himmel befindet. „Es geht auf dem Bild um Entschleunigung, aus dem Alltag rauszukommen“, sagt Henning. Die Sehnsucht nach der längeren Pause. Weil die Motive figurativ und nicht abstrakt gehalten sind, kann das auch derjenige interpretieren, der sich nicht als Kunstkenner ausweist.

Bis zum 9. November läuft ihre Ausstellung, in der die ehemalige Sportlerin meist selbst präsent sein wird. Sie selbst möchte die Geschichte hinter den Bildern erzählen: „Es soll authentisch sein.“ Weil es eben manchmal ein Stück von ihr selbst ist. Henning könnte sich zwar auch vorstellen, ihre Erfahrung aus dem Fußball in Kindercamps weiterzugeben, aber die Kunst passt irgendwie ja auch in die Familiengeschichte: Mutter Sabine arbeitet als Theatermalerin, Vater Jörg Maier ist Schauspieler am Trierer Theater. Und wo in anderen Elternhäusern die Kinder schon mal vor den Fernseher gesetzt werden, „gab es bei uns den Pinsel in der Hand“.


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