Blick in die Zukunft

Uli Hoeneß: „Sehr wahrscheinlich neue Fußballwelt“

Geht von einer veränderten Fußball-Welt nach der Coronavirus-Pandemie aus: Uli Hoeneß. Foto: Sven Hoppe/dpa FOTO: Sven Hoppe

München. Uli Hoeneß meldet sich zu Wort. Der Ehrenpräsident des FC Bayern schätzt, dass sich in der Corona-Krise das Koordinatensystem im Fußball verändern wird. Der 68-Jährige spricht unter anderem über Megatransfers. An „Unbelehrbare“ richtet er einen Appell.

Uli Hoeneß sieht in der Corona-Krise eine Zäsur für den Fußball.

„Die jetzige Situation ist eine Gefahr, aber auch eine Chance, dass die Koordinaten etwas verändert werden können“, sagte der Ehrenpräsident des FC Bayern München dem „Kicker“. „Man kann es nicht vorschreiben, aber 100-Millionen-Euro-Transfers kann ich mir in der nächsten Zeit nicht vorstellen. Die Transfersummen werden fallen, die Beträge werden sich in den kommenden zwei, drei Jahren nicht mehr auf dem bisherigen Niveau bewegen können. Denn es sind alle Länder betroffen. Es wird sehr wahrscheinlich eine neue Fußballwelt geben.“

Die Fußballbranche ist wie der Rest der Welt aus dem Tritt geraten. Die Deutsche Fußball Liga empfahl zuletzt eine weitere Aussetzung des Spielbetriebs in der 1. und 2. Bundesliga mindestens bis Ende April. Zuvor waren wegen der Coronavirus-Pandemie schon die Spieltage 26 und 27 abgesagt worden.

top