Fußball

Favre und die fehlenden Prozente

Dortmunds Trainer Lucien Favre steht vor dem Duell mit seinem Ex-Verein Borussia Mönchengladbach (2011 bis 2015) besonders im Fokus. FOTO: dpa / Bernd Thissen

Dortmund. Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund schwächelt – und steht jetzt vor einer Ballung von Topspielen in 21 Tagen.

Lucien Favre knetet angestrengt seine Finger, seine Botschaft spricht er laut und klar. „Wir wollen unbedingt, unbedingt gewinnen“, sagt er mit Nachdruck. Erst danach kehrt während der Pressekonferenz vor dem Wiedersehen mit dem Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach sein freundliches Lächeln zurück.

Die Diskussionen, die Kritik, die leidige Mentalitätsdebatte nach einer Serie enttäuschender Spiele hat der Trainer von Borussia Dortmund selbstverständlich mitbekommen. Aber was hilft’s? „Ich habe keine Wahl“, sagt der Schweizer: „Ich weiß, wie das Geschäft läuft. Ich bin schon sehr lange in der Branche. Das ist leider so, heutzutage.“ Und dann ergänzt er kämpferisch: „Aber ich mache weiter.“

Viel Zeit zum Nachdenken bleibt ihm jedenfalls nicht – denn es folgt eine gewaltige „Ballung von Topspielen“, wie Sportdirektor Michael Zorc das anstehende Hammerprogramm nennt. Gladbach, Inter Mailand, das Revierderby auf Schalke, erneut Gladbach im DFB-Pokal, dann der noch ungeschlagene VfL Wolfsburg, wieder Inter, das Spiel beim FC Bayern – der BVB wird innerhalb von 21 Tagen förmlich überrollt. „Wir gehen das von Spiel zu Spiel an“, sagt Favre und lacht.

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