Berliner Krise

Hertha-Coach Dardai: „Genieße hier momentan noch Vertrauen“

Redebedarf: Hertha-Coach Pal Dardai. Foto: Paul Zinken FOTO: Paul Zinken

Berlin. Pal Dardai spielte mit der silbernen Trillerpfeife in seiner rechten Hand, drückte den Rücken durch und hielt ein vehementes Plädoyer in eigener Sache.

Trotz der schwärzesten Serie in seiner Zeit als Chefcoach von Hertha BSC und der drohenden Ablösung gibt sich der 43 Jahre alte Ungar demonstrativ kämpferisch und will nichts von einem Vertrauensverlust im Club wissen. „Ich habe vom Manager noch nichts gehört, dass er unzufrieden mit mir ist“, sagte Dardai am Montagmorgen am Rand des Trainingsplatzes. „Wenn das so ist, kann er es ruhig sagen – und auch alle anderen. Ich komme mit der richtigen Kritik sehr gut klar.“

Öffentlich geäußerte Tadel für die Arbeit des Hertha-Urgesteins gibt es zum Start in die Trainingswoche vor dem Schlüsselspiel gegen Hannover 96 am Ostersonntag weiter nicht. Doch die Unzufriedenheit mit dem erneuten Absturz in der Rückrunde ist offenkundig, dies sei nicht „hinzunehmen“, betonte Geschäftsführer Michael Preetz zuletzt. Berichten der „Bild“ und des „Kicker“ zufolge sollen die Berliner schon vor der fünften Niederlage nacheinander mit der Suche nach einem neuen Coach für die kommende Spielzeit begonnen haben.

„Ich mache meinen Job mit Spaß. Ich habe jeden Tag Spaß, solange ich das Vertrauen der Spieler, des Managers und des Präsidenten habe“, beteuerte Hertha-Rekordspieler Dardai am Tag nach dem 0:2 bei 1899 Hoffenheim. „Und wenn das Vertrauen nicht da ist, dann will man das hören, dann muss man sich zusammensetzen und reden. Ich genieße hier momentan noch Vertrauen.“

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