Coronavirus-Pandemie

Gemeinsinn in der Krise: Topclubs verzichten auf Millionen

Die deutschen Champions-League-Clubs um den FC Bayern München wollen die anderen Bundesliga-Teams unterstützen. Foto: Bernd Thissen/dpa FOTO: Bernd Thissen

Dortmund. Die Konkurrenz in der Bundesliga ist traditionell groß - nicht nur in sportlicher Hinsicht. Doch die Corona-Krise fördert den Gemeinsinn. Vier Topclubs verzichten aus Sorge vor einem finanziellen Kollaps des deutschen Profi-Fußballs auf Millionen.

Die Großen gehen voran. In den turbulenten Zeiten der Corona-Krise erweisen sich die Champions-League-Teilnehmer aus München, Dortmund, Leipzig und Leverkusen als Helfer in der Not.

Um die finanziellen Folgen der Zwangspause abzumildern, stellte das Quartett rund 20 Millionen Euro für weniger wohlhabende Clubs zur Verfügung. „In diesen schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass die stärkeren Schultern die schwächeren Schultern stützen. Damit wollen wir auch zeigen, dass der Fußball gerade jetzt zusammensteht“, kommentierte Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern.

Die vier Clubs bestätigten einen Bericht der „Bild“, wonach sie zunächst auf ihren Anteil an noch nicht verteilten nationalen Medienerlösen der DFL in der kommenden Saison verzichten. Dieser Betrag in Höhe von rund 12,5 Millionen Euro wird um 7,5 Millionen Euro aus eigenen Mitteln aufgestockt. Wie das Geld verteilt wird, soll das DFL-Präsidium entscheiden. Dessen Sprecher Christian Seifert brachte seine Dankbarkeit zum Ausdruck: „Diese Aktion unterstreicht, dass Solidarität in der Bundesliga und 2. Bundesliga kein Lippenbekenntnis ist.“

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