FSV Mainz 05

Sandro Schwarz lebt seinen Traumjob

Immer öfter in Jubelpose: Seit Sandro Schwarz Trainer beim FSV Mainz ist, haben die 05er in jeder Halbserie mehr Punkte gesammelt als in der vorangegangenen. Diesmal sind es zur „Halbzeit“ in der Bundesliga 21 Zähler. FOTO: dpa / Patrick Seeger

Mainz. Sandro Schwarz steht bei Mainz 05 in einer Reihe von großen Trainern wie Jürgen Klopp oder Thomas Tuchel. Nach einem schweren Lehrjahr hat der gebürtige Mainzer nun an Format gewonnen.

Die einmalige Strahlkraft eines Jürgen Klopp fehlt ebenso wie die ganz besondere Art von Taktik-Tüftler Thomas Tuchel. Doch Sandro Schwarz passt durch seine Authentizität perfekt in die Reihe der Trainer mit Stallgeruch beim FSV Mainz 05. Der zweifache Familienvater und gebürtige Mainzer muss sich nicht verbiegen, er besitzt Charisma und Charakter. „Du musst so sein, wie du selbst bist. Das ist der einfachste Weg“, sagt der 40-Jährige über das Motto in seinem Traumberuf.

Leicht waren die bisher 51 Partien in eineinhalb Jahren in der Fußball-Bundesliga wahrlich nicht. Der Abstieg mit der U23 aus der 3. Liga qualifizierte den Newcomer nicht unbedingt als Nachfolger des Schweizers Martin Schmidt. Der Start misslang, die Kritik im Umfeld und in den sozialen Netzwerken wurde immer lauter. Die 05-Führung – insbesondere Sportvorstand Rouven Schröder – stärkte ihn aber. Das Vertrauen war gerechtfertigt. In der von Schwarz ausgerufenen Endrunde der letzten sieben Partien der Vorsaison sicherten die 05er den Klassenerhalt.

Der Mainzer Traum lebt weiter und Schwarz steigert sich. 17, 19 und 21 sind seine Punktebilanzen der drei bisherigen Halbserien. Schwarz musste seinen Stil im Umgang mit der Mannschaft, den Fans und den Medien finden. „Irgendwann laufen die Dinge dann so, wie wir uns das im Verein vorstellen.“ Sein Führungsstil passt zu den 05ern, die Art des Fußballs überzeugt auch die kritischen Geister auf der Zuschauerseite.

top