Wer etwas tiefer nach dem „Warum“ zu den fehlenden Siegen fragte, blickte in frustrierte Gesichter, Antworten bekam er keine. Es gab stattdessen viele Floskeln. Mittelfeldstratege Axel Witsel etwa beantwortete jede Frage in Dauerschleife: „Wir müssen hart arbeiten und positiv bleiben.“ Dieselbe Aussage gab es auch von Reus vor dem Champions-League-Spiel am Mittwoch bei Slavia Prag. Dann könnte der zuletzt starke Mats Hummels in die ohne ihn anfällige Verteidigung zurückkehren. Ohne den 30-Jährigen hatte Dortmund in Frankfurt den schmerzhaften Ausgleich kassiert, und ohne Hummels genügten auch gegen Bremen Tore von Mario Götze (9. Minute) und Reus (41.) nicht zum Sieg.

„Wir können nicht immer zwei Tore bekommen“, kritisierte Lucien Favre. Die Erklärung des Trainers für die anfällige Abwehr fiel aber rätselhaft aus. „Wir kassieren zu viele Tore. Deshalb sind wir enttäuscht heute, natürlich“, war Favres Antwort darauf.


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