Als Außenseiter nach Dortmund

Bayern geben sich vor dem Gipfel demütig

München. Mühsames 2:0 gegen Athen war nicht der erhoffte Befreiungsschlag. Vor dem BVB-Duell ist sogar Uli Hoeneß zurückhaltend.

Uli Hoeneß gilt als Chef der „Abteilung Attacke“ – aber Demut und Zurückhaltung? Dafür war der Präsident des FC Bayern bisher eher weniger bekannt. Doch vor dem Bundesliga-Gipfel am morgigen Samstag (18.30 Uhr/Sky) bei Spitzenreiter Borussia Dortmund präsentierte sich der 66 Jahre alte Lautsprecher angesichts der anhaltenden Probleme beim deutschen Fußball-Rekordmeister überraschend als Leisetreter.

„Man kann ja nicht nach Dortmund fahren und sagen, ich will einen Dreier einfahren. Dortmund hat bis jetzt eine sehr, sehr gute Saison gespielt, gar keine Frage. Wir fahren nicht als Favorit nach Dortmund, sondern als Außenseiter, zum ersten Mal seit langer Zeit“, sagte Hoeneß ungewohnt bescheiden nach dem glanzlosen 2:0 (1:0) am Mittwochabend im Champions-League-Gruppenspiel zuhause gegen AEK Athen.

Auch wenn der FC Bayern das Minimalziel Achtelfinale in der Königsklasse dank zweier Treffer von Torjäger Robert Lewandowski (31., Foulelfmeter und 71.) fast schon erreicht hat – vom berühmten „Mia-san-mia“-Gefühl war erneut nichts zu spüren. Weder auf noch neben dem Platz. Das seien „nicht die Super-Bayern, die man kennt. Wir haben auch kein Feuerwerk abgefackelt. Wir müssen uns alles hart erarbeiten“, räumte Kapitän Manuel Neuer mit nachdenklicher Miene ein. Auch Nationalspieler Joshua Kimmich wollte den mühevollen Sieg gegen biedere Griechen vor dem Klassiker beim BVB nicht überbewerten. Dieser gebe allenfalls „ein bisschen Selbstvertrauen. Das war keine Glanzleistung und ähnlich wie in den letzten Spielen nicht überragend.“

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