1. FC Kaiserslautern

Hoffnungsträger Merk soll FCK retten

Ex-FCK-Profi Martin Wagner (li.) wurde auf der Mitgliederversammlung des 1. FC Kaiserslautern am Sonntag nicht in den Aufsichtsrat gewählt. Markus Merk (re.) dagegen schon – und zwar mit den meisten Stimmen. Merk kündigte an, Wagner nachträglich in den Rat zu berufen, wie es die Satzung ermöglicht. FOTO: dpa / Oliver Dietze

Kaiserslautern. Das Team um Markus Merk wird mit deutlicher Mehrheit in den Aufsichtsrat des 1. FC Kaiserslautern gewählt. Nun will der frühere Schiedsrichter den Club aus seiner existenzbedrohenden Krise führen.

Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft für den angeschlagenen Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern hat einen Namen: Markus Merk. Der dreimalige Weltschiedsrichter und sein Team wurden am Sonntag mit deutlicher Mehrheit in den Aufsichtsrat des finanziell angeschlagenen Traditionsvereins gewählt. „Das ist ein riesiger Vertrauensbeweis. Dieses Vertrauen gilt es zurückzuzahlen“, sagte der gebürtige Kaiserslauterer nach seiner Wahl.

Das Interesse an der mit Spannung erwarteten Versammlung sprengte die Kapazität der Fanhalle im Fritz-Walter-Stadion, selbst in den gut gefüllten VIP-Bereichen wurde das Prozedere auf Bildschirmen übertragen. Bei seinem Auftritt redete Merk Klartext und erhielt dafür die Ovationen der 1747 anwesenden stimmberechtigten Mitglieder. „Die Situation ist so prekär. Ich hätte es mir nie verziehen, es nicht wenigstens versucht zu haben, Verantwortung zu übernehmen“, sagte der neue starke Mann in Kaiserslauterns Kontrollgremium.

Bei der Nachwahl blieb eine Überraschung aus. Merk (1545 Stimmen), der mit einem Team von fünf Personen kandidierte, ergatterte gemeinsam mit dem Finanzexperten Martin Weimer (1194), dem Wirtschaftsjuristen Jörg Wilhelm (1190) und dem früheren Vorsitzenden Rainer Keßler (1041) die vier verfügbaren Plätze. Das fünfte Mitglied des Teams, der ehemalige Lauterer Meisterspieler Martin Wagner (878), blieb zunächst außen vor.

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