Hamburger SV

Die letzte Patrone des HSV heißt Titz

Hamburg. Der ehemalige Trainer des FC Homburg ersetzt beim akut abtiegsgefährdeten Bundesliga-Dino Hamburg den entlassenen Bernd Hollerbach.

(sid) Heribert Bruchhagen? Abgesetzt! Jens Todt? Freigestellt! Bernd Hollerbach? Gefeuert! Die Chaostage in Hamburg haben ihr nächstes Opfer gefordert. Vier Tage nach dem Vorstandsboss und dem Sportchef musste beim HSV nun auch Trainer Hollerbach seinen Posten räumen. Für ihn übernimmt Bundesliga-Neuling Christian Titz, der von Juli 2011 bis April 2014 den FC Homburg trainierte, die Mission Impossible beim abgestürzten Traditionsclub.

„Ich bin natürlich sehr enttäuscht“, sagte Hollerbach dem „Hamburger Abendblatt“. Kurios und bezeichnend: Der Franke erfuhr von seinem Rauswurf angeblich erst, als die Nachricht im Internet längst die Runde machte. Am Nachmittag bestätigte der zuletzt immer planloser wirkende Club dann auch die weitreichende Personalentscheidung.

„Wir haben die sportliche Gesamtlage nach der 0:6-Niederlage in München intensiv analysiert und diskutiert“, sagte der kommissarische Vorstandschef Frank Wettstein. Am Ende sei er zusammen mit dem neuen Präsidenten und Aufsichtsratsboss Bernd Hoffmann und Bernhard Peters, Direktor Sport, zur „Überzeugung gelangt, dass wir im Hinblick auf unsere Chancen im Kampf um den Klassenerhalt handeln mussten“. Hollerbach hätten „positive Ergebnisse gefehlt“.

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