Deutschland-Cup im Eishockey

Eine Bewerbung der besonderen Art

Eishockey-Nationalspieler Felix Schütz machte beim 4:3 gegen Russland im Auftaktspiel des Deutschland-Cups auf sich aufmerksam. FOTO: dpa / Peter Kneffel

Krefeld. Rückkehrer Felix Schütz hat mit dem Siegtor zum 4:3 gegen Russland beim Deutschland-Cup beste Eigenwerbung betrieben. Der 32-Jährige kämpft aber nicht nur um einen WM-Platz im Nationalteam.

Eine bessere Bewerbung für einen neuen Arbeitgeber als den entscheidenden Treffer gegen Russland kann ein deutscher Eishockey-Nationalspieler eigentlich kaum abgeben. Auch wenn es nur ein WM-Test gegen eine russische B-Auswahl war – der vertragslose Olympia-Zweite Felix Schütz feierte beim überraschenden 4:3 zum Auftakt des Deutschland-Cups eine gelungene Rückkehr in das Nationalteam. „Ein Sieg gegen Russland kommt selten vor. Wenn du dann das Siegtor machst, freut es dich umso mehr“, sagte Schütz.

Bundestrainer Toni Söderholm sprach am späten Donnerstagabend in Krefeld sogleich schmunzelnd eine Empfehlung für die DEL-Clubs aus, den 32-Jährigen unter Vertrag zu nehmen. Was sollte er auch anderes sagen? Schließlich hat der Gastgeber nun vor dem zweiten von drei Auftritten an diesem Samstag (13 Uhr/Sport1 und Magenta Sport) gegen die Schweiz auch dank Schütz die Chance auf den Titel. In seinem ersten Länderspiel seit den Winterspielen im Februar 2018 hatte Schütz den Puck sieben Minuten vor dem Ende zum Sieg ins Tor gelenkt.

Im überzeugenden WM-Test der Alternativen der zweiten Reihe stach also auch der erfahrenste und prominenteste Spieler hervor, der sich mit 32 Jahren als zweitältester in diesem Kader als Senior-Chef bezeichnen lassen muss. Auf die WM 2018 hatte er für eine Pause verzichtet, wegen eines Kreuzbandanrisses beim WM-Viertelfinaleinzug im vergangenen Mai gefehlt. In Krefeld muss sich Schütz nun auch gegen fünf Neulinge beweisen.

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