Stolz der Marine wohl gerettet

Zahlungsstopp aufgehoben: „Gorch Fock“ soll wieder segeln

In der Werft: Die „Gorch Fock“ war zuletzt vor knapp 40 Jahren vollständig technisch untersucht und dokumentiert worden. Foto: Christian Charisius FOTO: Christian Charisius

Berlin. Die nach Vorwürfen der Korruption und Untreue gestoppte Sanierung des Segelschulschiffs „Gorch Fock“ geht weiter.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) einigte sich mit er neuen Leitung der beauftragten Elsflether Werft AG auf eine Aufhebung des seit 12. Dezember geltenden Zahlungsstopps. Im Gegenzug wurden strengere Kontrollregeln, mehr Transparenz und eine strikte Kostengrenze vereinbart.

Von der Leyen sprach am Donnerstag in Berlin von einem „schmerzhaften und bitteren Weg der Erkenntnisse, was schief gelaufen ist“. Die „Gorch Fock“ sei noch nicht außer Gefahr. Aber: „Es gibt jetzt eine gute Chance, dass die „Gorch Fock“ wieder auf den Weltmeeren segeln wird.“ Der alte, im Januar entlassene Werft- Vorstand wies indes Vorwürfe zurück, er habe sich persönlich bereichert.

Bei der Sanierung war es zu einer Kostenexplosion von 10 auf bis zu 135 Millionen Euro gekommen, wovon bisher 69 Millionen Euro bezahlt wurden. In der Vereinbarung mit der Werft („Verpflichtungserklärung“) ist nun vorgesehen, dass das Schiff zunächst für weitere 11 Millionen Euro bis zum Sommer schwimmfähig werden soll.

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