Wohnraum fehlt

Zahl der Menschen ohne Wohnung auf 678.000 gestiegen

Ein Obdachloser liegt in einem Eingang einer Kirche in Berlin. Obdachlos sind den Zahlen der Wohungslosenhilfe zufolge etwa 41.000 Menschen in Deutschland. Foto: Paul Zinken/dpa FOTO: Paul Zinken

Berlin. Einen Mietvertrag für eine eigene Wohnung zu haben - das ist in einem Land wie Deutschland keine Selbstverständlichkeit. Neue Schätzungen zur Wohnungslosigkeit zeigen das Ausmaß.

Die Zahl der Menschen ohne Wohnung ist in Deutschland nach einer Schätzung im vergangenen Jahr um gut vier Prozent auf 678.000 gestiegen. Davon lebten 2018 etwa 41.000 Menschen ohne jegliche Unterkunft auf der Straße. Das geht aus einer Schätzung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe hervor.

„Benötigt werden pro Jahr 80.000 bis 100.000 neue Sozialwohnungen und weitere 100.000 bezahlbare Wohnungen“, erklärte Geschäftsführerin Werena Rosenke. Zuerst hatten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe über die Zahlen berichtet.

Laut BAGW sind in der Schätzung Menschen erfasst, die in dem Jahr einmal wohnungslos waren, wenn auch nur vorübergehend. Zu einem bestimmten Stichtag berechnet liege die Zahl der Wohnungslosen deutlich unter der Gesamtzahl für das Jahr. Die Schätzung sei eine Hochrechnung basierend auf der einzig verfügbaren Länder-Statistik zum Thema aus Nordrhein-Westfalen, sagte Rosenke auf Anfrage.

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