Arbeitgeber und FDP dafür

Vorschlag für Rente ab 70 stößt auf Kritik und Zustimmung

Die Bundesbank hatte angeregt, angesichts der alternden Gesellschaft, das Rentenalter bis 2070 auf 69 Jahre und vier Monate anzuheben. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa FOTO: Jens Kalaene

Berlin. Gewerkschaften und Sozialverbände haben die Idee der Bundesbank, das Renteneintrittsalter auf fast 70 Jahre anzuheben, scharf kritisiert und warnen vor sozialen Problemen im Alter.

Schon die Anhebung von 65 auf 67 Jahre sei „ein Fehler“ gewesen, sagte das DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ/Dienstag). Auf der anderen Seite begrüßten vor allem Wirtschaftsverbände den Vorstoß.

Die Bundesbank hatte angeregt, angesichts der alternden Gesellschaft, das Rentenalter bis 2070 auf 69 Jahre und vier Monate anzuheben. Nach ihren Berechnungen würde der Geburtsjahrgang 2001 ab Mai 2070 mit 69 Jahren und vier Monaten regulär in Rente gehen.

„Wer schwer arbeitet, hat ein höheres Sterblichkeitsrisiko als der Durchschnitt aller Erwerbstätigen. Wer also das Renteneintrittsalter anhebt, kürzt all diesen Menschen eiskalt deren Rente“, sagte dazu Buntenbach. Auch der Sozialverband VdK sprach von einer „schmerzhaften Rentenkürzung“ für Menschen in anstrengenden Berufen, die nicht bis zu einem solchen Alter arbeiten könnten.

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