Patientenschutz

Untergrenzen für Pflegekräfte in Kliniken werden erweitert

Eine Krankenpflegerin reicht einem Patienten in einem Klinikum ein Glas Wasser. Foto: Daniel Karmann FOTO: Daniel Karmann

Berlin. Klinik-Patienten sollen künftig in weiteren wichtigen Abteilungen auf eine feste Mindestbesetzung mit Pflegekräften zählen können.

Dafür sollen zum 1. Januar 2020 verpflichtende Untergrenzen auch für Herzchirurgie, Neurologie, neurologische Frührehabilitation und in Spezialstationen für Schlaganfall-Patienten („Stroke Unit“) kommen. Das sieht ein Verordnungsentwurf von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor. Er legt die Vorgaben erneut direkt fest, nachdem Verhandlungen zwischen Krankenkassen und Kliniken gescheitert waren.

„Eine angemessene Personalausstattung in der Pflege im Krankenhaus ist für die Qualität der Patientenversorgung und die Arbeitssituation der Beschäftigten unabdingbar“, heißt es in dem Entwurf, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Zahl der Pfleger habe zwar deutlich zugenommen, dies habe aber mit dem wachsenden Bedarf nicht Schritt halten können. Zuerst berichteten die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und das „Deutsche Ärzteblatt“ darüber.

Die Untergrenzen sollen für Bereiche der Krankenhäuser gelten, in denen Patienten besonders auf Pflege angewiesen sind. Bereits seit diesem Jahr gelten solche Vorgaben für Intensivstationen sowie Abteilungen für Kardiologie, Geriatrie und Unfallchirurgie.

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