Chemikalien für Bomben gekauft

Terrorverdacht: Spezialeinheit nimmt Mann in Berlin fest

Polizisten vor dem Wohnhaus des 26-Jährigen, der wegen Terrorverdachts verhaftet wurde. Foto: Paul Zinken/dpa FOTO: Paul Zinken

Berlin. In Chats reden die Islamisten über Bomben, Gewehre und das Töten. Einer zieht los und kauft Chemikalien, so der Vorwurf der Ermittler. Lange beobachten die Fahnder, wie die Pläne konkreter werden - bevor sie zuschlagen. Berlins Innensenator zeigt sich erleichtert.

Nach monatelanger Observierung haben Spezialkräfte in Berlin einen terrorverdächtigen Syrer verhaftet. Der 26-Jährige soll sich in einer Chat-Gruppe intensiv über den Bau von Bomben informiert und dafür Chemikalien gekauft haben.

Sein Ziel sei es gewesen, einen Terroranschlag zu verüben, berichteten die Ermittler am Dienstag. Nach Angaben von Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) arbeitete der Mann seit Anfang September an einer Grundschule als Putzkraft, vorher soll er im Bode-Museum beschäftigt gewesen sein.

Mitglieder der Spezialeinheit GSG 9 der Bundespolizei stürmten am Dienstagmorgen die Neubauwohnung des Mannes in der Nähe des Rathauses Schöneberg im Berliner Westen. Der Verdächtige wurde verhaftet, Experten des Bundeskriminalamtes (BKA) durchsuchten die Wohnung. Sie beschlagnahmten Unterlagen und Computer, um weitere Beweise zu finden.

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