Aufregung bei Union und FDP

Streit um Luftballons: Heiße Luft oder grüner „Verbotswahn“?

Ballonverkäufer in der Hannoveraner Innenstadt: Niedersachsens Grünen-Chefin Kura hat klargestellt, dass sie kein grundsätzliches Verbot von Luftballons verlangt. Foto: Raphael Knipping FOTO: Raphael Knipping

Hannover. Selten wurde abseits von Kindergeburtstagen so leidenschaftlich um Luftballons gestritten: Niedersachsens Grünen-Chefin hat eine Debatte über die Umweltgefahren von Ballons angestoßen, und die politische Konkurrenz geht in die Luft.

Das weiche Plastik von fliegen gelassenen Luftballons sei vor allem für Vögel schädlich, argumentierte Anne Kura in Hannover. Sie betonte aber: „Wir fordern kein generelles Luftballonverbot. Luftballons auf Kindergeburtstagen im Wohnzimmer sind völlig okay und machen Spaß.“

Also alles heiße Luft, die Aufregung verfehlt? Vertreter von CDU und FDP werfen den Grünen am Donnerstag vor, Spielverderber zu sein: Wie mit dem Veggie Day wolle die Partei die Bürger bevormunden.

Den Anstoß für die Diskussionen lieferte ein Beschluss in Gütersloh, auf den Kura von der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ angesprochen wurde: Die Stadt in Nordrhein-Westfalen hatte Anfang September entschieden, bei städtischen Veranstaltungen künftig auf den Aufstieg gasgefüllter Luftballons zu verzichten. „Das ist aus meiner Sicht eine lohnende Initiative“, sagte Kura.

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