OECD-Studie

Statistik: Mehr junge Menschen wollen hohe Abschlüsse

Studenten der Universität Rostock verfolgen eine Vorlesung. Immer mehr junge Menschen wollen einen höheren Bildungsabschluss. Foto: Robert Schlesinger FOTO: Robert Schlesinger

Berlin. Die Zahl der jungen Menschen in Deutschland, die ein Studium oder eine vergleichbare höhere Ausbildung absolvieren, steigt weiter an.

Das ist in allen Bundesländern der Fall, allerdings unterscheiden sich die Zahlen regional sehr, wie eine Auswertung der statistischen Ämter des Bundes und der Länder zeigt, die am Mittwoch in Berlin vorgelegt wurde. Analysiert wurden dafür die Daten der am Dienstag veröffentlichten OECD-Studie „Bildung auf einen Blick 2019“.

Im Jahr 2017 nahmen demnach 6 von 10 Menschen eines Jahrgangs ein Hochschulstudium oder ein hochqualifizierendes berufsorientiertes Bildungsprogramm wie eine Meister-, Techniker- oder Erzieherausbildung auf. 2006 lag die Quote noch bei 43 Prozent. Ganz vorn liegen die Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg, wo besonders viele junge Menschen eine höhere Ausbildung in Angriff nehmen.

Überraschend: Berlin, das in anderen Bildungsvergleichen oft schlecht abschneidet, scheint das Zentrum der Hochausgebildeten zu sein. Die Berliner Bevölkerung hat im bundesweiten Vergleich den größten Anteil hoch qualifizierter Einwohner: 42 Prozent der 25- bis 64-Jährigen haben studiert, eine Meister-, Techniker- oder Erzieherausbildung absolviert oder haben einen Doktortitel.

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