Kritik aus Union

SPD lobt Karliczeks Pläne für Azubi-Mindestlohn

Mit der geplanten Reform will Karliczek auch die berufliche Weiterbildung stärken. Foto: Bernd von Jutrczenka FOTO: Bernd von Jutrczenka

Berlin. Mit der geplanten Mindestvergütung für Auszubildende von 515 Euro stößt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) in der Union auf Kritik - bei der SPD hingegen auf Lob.

„Das sind gute Nachrichten“, sagte SPD-Chefin Andrea Nahles in Berlin. Der wirtschaftspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Joachim Pfeiffer (CDU), sagte der Deutschen Presse-Agentur hingegen: „Ich halte das nicht für sinnvoll und zielführend.“

Auszubildende sollen nach der geplanten Novelle des Berufsbildungsgesetzes ab 2020 die Mindestvergütung erhalten. Sie soll sich um 18 Prozent im zweiten und um 35 Prozent im dritten Ausbildungsjahr erhöhen. Allerdings sollen Tarifpartner auch regional davon abweichen können. Mit der ursprünglich geplanten Mindestvergütung von 504 Euro war Karliczek auf massiven Widerstand der SPD gestoßen.

Nahles verwies darauf, dass es besonders ein Anliegen der SPD gewesen sei, dass nun erstmal eine Untergrenze bei der Azubi-Vergütung eingezogen werde. Für viele angehende Fleischer, Friseure und andere bedeute dies konkrete Verbesserungen.

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