Früherer CDU/CSU-Fraktionschef

Rückenwind für Merz in Debatte über Unions-Kanzlerkandidatur

Friedrich Merz und Annegret Kramp-Karrenbauer in Berlin. Foto: Wolfgang Kumm/dpa FOTO: Wolfgang Kumm

Berlin. Merz bringt sich als potenzieller Kandidat für die Kanzlerkandidatur der Union in Stellung. Zwar stelle sich heute die Frage nicht, aber er fühle sich ermutigt, antwortete er auf eine entsprechende Frage aus dem Publikum bei einer Podiumsdiskussion in Passau.

Die Debatte über die Unions-Kanzlerkandidatur nimmt wieder an Fahrt auf. Einer Infratest Dimap-Umfrage zufolge trauen nicht nur die Unions-Anhänger, sondern auch die Bundesbürger insgesamt dem früheren CDU/CSU-Fraktionschef Friedrich Merz am ehesten die Kandidatur zu.

In der Umfrage für den ARD-Deutschlandtrend schnitt CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer bei allen Bürgern am schlechtesten ab. Merz äußerte sich zu seinen eigenen Ambitionen indirekt. Bei einer Podiumsdiskussion in Passau sagte der Sauerländer am Donnerstag laut „Passauer Neuen Presse“ auf die Frage aus dem Publikum, ob er selbst Kanzlerkandidat werden wolle: „Die Frage steht heute nicht an.“ Er fügte aber hinzu: „Ich fühle mich ermutigt.“

Allerdings sind diejenigen Bundesbürger, die Merz für keinen guten Kanzlerkandidaten halten, mit 43 Prozent sogar leicht vorn - denn nur 42 Prozent sagen, Merz sei dafür gut geeignet. Kramp-Karrenbauer findet bei den Befragten aber die geringste Zustimmung: Nur 19 Prozent halten sie für eine gute Kanzlerkandidatin. Fast drei Viertel (74 Prozent) sind der Meinung, die Verteidigungsministerin wäre keine gute Kanzlerkandidatin.

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