Sieben Beschuldigte

Razzien in vier Ländern wegen rechtsextremer Drohschreiben

Betroffen von den Drohschreiben waren den Angaben nach auch Ankerzentren in Bayern. Foto: Stefan Puchner/dpa FOTO: Stefan Puchner

München. Nach islamfeindlichen Drohschreiben gegen Moscheen, Ankerzentren, Parteizentralen und Medien haben Ermittler bei einer konzertierten Aktion in vier Bundesländern mehrere Gebäude durchsucht.

Der Einsatz richtete sich gegen sieben Beschuldigte aus dem rechtsextremen Milieu in Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Sie sollen auch Sprengstoffanschläge angedroht haben.

Hinweise auf einen Zusammenhang mit den tödlichen Schüssen in Halle am Nachmittag gab es nicht. Man habe keinerlei solche Hinweise, sagte ein Sprecher des bayerischen Landeskriminalamtes am Mittwochnachmittag.

Sechs der Personen seien vorläufig festgenommen worden, teilte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch in München mit. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen seien sie wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Der siebte Verdächtige sei zunächst nicht angetroffen worden.

top