Einsatz in drei Bundesländern

Razzien im Norden: Verdacht auf Terrorfinanzierung

Terror-Razzia in Hamburg: Ein Mann wird von Polizisten aus einem Haus geführt. Foto: Christian Charisius FOTO: Christian Charisius

Flensburg. Polizei und Staatsanwaltschaft haben am Mittwoch 16 Objekte in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung durchsucht.

Hintergrund ist ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Flensburg gegen elf Beschuldigte. „Wir prüfen auch, ob ein Verdacht auf Terrorfinanzierung vorliegt“, sagte die Leitende Oberstaatsanwältin Ulrike Stahlmann-Liebelt in Flensburg.

Zwei Männer aus Syrien im Alter von 34 und 37 Jahren wurden festgenommen. Gegen sie wurde am Nachmittag Haftbefehl erlassen, wie Oberstaatsanwältin Stephanie Gropp von der Flensburger Staatsanwaltschaft sagte. Gegen sie lagen bereits Haftbefehle vor. Sie haben bisher keine Angaben zu den Vorwürfen gemacht, wie Gropp weiter sagte.

Darüber hinaus wurde ein weiterer Mann festgenommen. Ob in diesem Fall auch ein Antrag auf Haftbefehl gestellt werde, werde derzeit geprüft, sagte Gropp. Eine Entscheidung darüber dürfte am Donnerstag fallen. Die drei Männer wurden in Schleswig-Holstein und Hamburg festgenommen.

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