US-Chefdiplomat in Deutschland

Pompeo und Maas legen gemeinsames Nato-Bekenntnis ab

Bundesaußenminister Heiko Maas (r.), und Mike Pompeo, Außenminister der USA, während einer Pressekonferenz. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa FOTO: Sebastian Willnow

Leipzig/Töpen. US-Außenminister Mike Pompeo in Deutschland: Nach viel Streit schlägt er überaus versöhnliche Töne an. Zusammen mit seinem Amtskollegen Maas lässt er das transatlantische Bündnis hochleben.

US-Chefdiplomat Mike Pompeo und Außenminister Heiko Maas (SPD) haben knapp 30 Jahre nach dem Fall der Mauer die Bedeutung der Nato für die gemeinsame Sicherheit bekräftigt.

„Die USA bleiben Europas wichtigster Verbündeter und Deutschlands wichtiger Verbündeter außerhalb Europas“, sagte Maas bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem US-Außenminister am Donnerstag in Leipzig. Pompeo forderte zum Kampf für gemeinsame Werte auf. Die Nato bezeichnete er als eine der wichtigsten strategischen Partnerschaften in der Geschichte.

Die deutsch-amerikanischen Beziehungen haben sich seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump Anfang 2017 verschlechtert. Die US-Regierung warf dem Nato-Partner mehrfach Deutschland mangelnde Militärausgaben vor, kritisiert das deutsch-russische Pipeline-Projekt Nord Stream 2 scharf und droht der EU mit Strafzöllen, was vor allem die deutsche Autoindustrie treffen könnte. Gleichzeitig setzte Trump mehrfach auf politische Alleingänge ohne Abstimmung mit den Partnern, was Fragen zur Verlässlichkeit der USA im Bündnis aufwarf.

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