Neuer Gesetzentwurf

Pflege der Eltern soll nicht arm machen

Eine Pflegekraft kümmert sich in einem Pflegeheim um eine ältere Frau. Kinder pflegebedürftiger Eltern sollen finanziell entlastet werden. Das sieht das Angehörigen-Entlastungsgesetz vor. FOTO: dpa / Christoph Schmidt

Berlin. Die Rente und die Pflegeversicherung reichen oft nicht, um das Heim für die Eltern zu finanzieren. Dann müssen die Kinder mitbezahlen. Doch damit soll nun weitgehend Schluss sein.

Die Bundesregierung will mit einem neuen Gesetzentwurf die Angehörigen von Pflegebedürftigen entlasten. Das Ziel: Die Pflege der Eltern soll nicht arm machen. Das Kabinett gab am Mittwoch grünes Licht für den Entwurf von Sozialminister Hubertus Heil (SPD). Ein Überblick über die Lage heute und die Pläne:

Wie sollen Kinder von Pflegebedürftigen entlastet werden?

Wenn Vater oder Mutter ins Heim kommt, Rente, die Leistungen der Pflegeversicherung und das eigene Vermögen aber nicht reichen, dann springt die Sozialhilfe mit der „Hilfe zur Pflege“ ein. Doch oft bittet das Sozialamt dann die Kinder zur Kasse, um einen Teil der Kosten zurückzubekommen. Das soll künftig meist entfallen: Wer weniger als 100 000 Euro brutto pro Jahr verdient, soll verschont werden.

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