Petersberger Klimadialog

Merkel will Weg zu Klimaneutralität 2050 finden

Bundeskanzlerin Merkel und Bundesumweltministerin Schulze sind beim 10. Petersberger Klimadialog mit Chiles Umweltministerin Carolina Schmidt ins Gespräch vertieft. Foto: Bernd von Jutrczenka FOTO: Bernd von Jutrczenka

Berlin. Unterm Strich keine klimaschädlichen Treibhausgase mehr ab 2050: Bundeskanzlerin Angela Merkel will im Klimakabinett einen Weg finden, das in Deutschland zu schaffen.

„Die Diskussion soll nicht heißen, ob wir es erreichen können, sondern wie können wir es erreichen“, sagte die CDU-Politikerin beim internationalen Petersberger Klimadialog in Berlin. Das bedeute nicht, dass gar keine Treibhausgase mehr ausgestoßen werden dürften, sondern dass man den Ausstoß durch Aufforstung oder Speicherung ausgleichen müsse.

Wenn das Klimakabinett eine „vernünftige Antwort“ dafür finde, könne das Land sich der Initiative und Führung von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron anschließen, die zum Ziel hat, die EU bis 2050 klimaneutral zu machen, sagte Merkel. Beim Petersberger Klimadialog kamen am Montag und Dienstag Minister und Unterhändler aus rund 35 Staaten zu informellen Gesprächen in Berlin zusammen. Das Treffen fand schon zum zehnten Mal statt. Zwischen den offiziellen Weltklimagipfeln soll es die Verhandlungen voranbringen.

Vergangene Woche war Merkel von Klimaschützern heftig kritisiert worden, weil sie sich unter Verweis auf Deutschlands Klimaschutzziele Macrons Initiative zunächst nicht angeschlossen hatte. Deutschland soll Stand jetzt bis 2050 den Treibhausgas-Ausstoß um 80 bis 95 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren. Das Thema spielt Umfragen zufolge eine wichtige Rolle bei der Europawahl Ende Mai.

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