Wahlkampfstart in Dortmund

Merkel vs. Schulz: Schlagabtausch um Abgasaffäre

Wahlkampfauftakt mit Wohlfühlthemen: Angela Merkel in Dortmund. Foto: Ina FassbenderFOTO: Ina Fassbender

Dortmund/Berlin. Mit einem Schlagabtausch zur Abgasaffäre sind Kanzlerin Angela Merkel und ihr SPD-Herausforderer Martin Schulz in die heiße Phase des Wahlkampfs gestartet. Die CDU-Chefin attackierte die Autobosse bei einem Auftritt in der SPD-Hochburg Dortmund scharf.

Sie verlangte mehr Engagement für Zukunftstechnologien, lehnte aber die von Schulz verlangte europaweise Quote für Elektroautos als undurchdacht ab. Der SPD-Chef warf Merkel im Gegenzug Politikverweigerung vor. SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann sagte, die Schonzeit für die Kanzlerin sei vorbei.

„Weite Teile der Automobilindustrie haben unglaubliches Vertrauen verspielt“, sagte Merkel bei einer Veranstaltung des CDU-Arbeitnehmerflügels (CDA). „Das, was man da unter den Tisch gekehrt hat, oder wo man Lücken in den Abgastests einfach massiv genutzt hat bis zur Unkenntlichkeit, das zerstört Vertrauen.“

Nötig sei nun mehr Engagement der Autohersteller für Zukunftstechnologien im Bereich Mobilität. „Die Frage, ob die deutsche Automobilindustrie diese Zeichen der Zeit erkannt hat, wird über ihre Zukunft entscheiden. Und damit über Hunderttausende von Arbeitsplätzen.“

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