30 Jahre nach der Öffnung

Mauerfall-Gedenken: Steinmeier warnt vor neuen Mauern

Ein Feuerwerk wird bei der Feier anlässlich der Festivalwoche "30 Jahre Friedliche Revolution – Mauerfall" am Brandenburger Tor zum Abschluss gezeigt. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa FOTO: Bernd von Jutrczenka

Berlin. Der 9. November ist ein Schicksalstag für die Deutschen: unter anderem mit der Pogromnacht der Nazis 1938 und dem Mauerfall 1989. Daran erinnern beim offiziellen Gedenken in Berlin führende Politiker. Später spricht der Bundespräsident eine Warnung aus.

Zum 30. Jahrestag des Mauerfalls hat Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu aufgerufen, die 1989 errungene Freiheit gegen neue Anfeindungen zu verteidigen.

Der 9. November ermahne uns, „dass wir Hass, Rassismus und Antisemitismus entschlossen entgegentreten müssen“, sagte die CDU-Politikerin in Berlin bei der zentralen Gedenkfeier. „Er mahnt uns, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um Freiheit und Demokratie, Menschenwürde und Rechtsstaatlichkeit zu verteidigen.“ Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier rief dazu auf, für die Demokratie zu streiten und neu entstandene Mauern in der Gesellschaft wieder einzureißen.

Die Spitzen des Staates gedachten in der Hauptstadt auf dem früheren Todesstreifen an der Bernauer Straße des Mauerfalls vor genau 30 Jahren. Neben der Perestroika-Politik von Michail Gorbatschow in der Sowjetunion hatten dazu auch die Reformbewegungen in Polen, Ungarn und der Tschechoslowakei beigetragen.

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