Diskussion um AKK

Laschet: CDU hat mehrere Kandidaten mit Kanzlerformat

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer und ihr Stellvertreter, der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet. Foto: Oliver Dietze FOTO: Oliver Dietze

Berlin. Führende CDU-Politiker haben sich erneut für ein Ende der Debatte über die Kanzlerkandidatur von CDU und CSU ausgesprochen.

CDU-Vize Armin Laschet deutete am Mittwoch aber zugleich an, dass es für diese Aufgabe neben CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer weitere geeignete Kandidaten in der CDU gebe. Der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz sieht indessen keinen Grund, sich im Moment Gedanken über eine Kanzlerkandidatur zu machen. „Es gibt überhaupt keine Entscheidungsnotwendigkeit, und deshalb denke ich auch über diese Frage überhaupt nicht nach“, sagte er im SWR2-Tagesgespräch.

NRW-Ministerpräsident Laschet sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: „Vor der nächsten Bundestagswahl werden sich CDU und CSU auf einen Kanzlerkandidaten einigen.“ Die Frage, ob Kramp-Karrenbauer das Format habe, Kanzlerin zu werden, bejahte Laschet ebenso wie die Frage, ob es noch andere in der Union mit einem solchen Format gäbe. Er sagte weiter: „Es ist völlig klar, dass Annegret Kramp-Karrenbauer diesen Prozess selbstverständlich führen und einen Vorschlag machen wird. Dennoch werbe ich dafür, die Personaldebatte jetzt zu beenden.“

Laschet hatte bereits am Wochenende in der „Welt am Sonntag“ argumentiert, mit Kramp-Karrenbauers Vorsitzendenwahl sei noch keine Entscheidung über die nächste Kanzlerkandidatur verbunden. Zumal sie selbst gesagt habe, diese Frage sei auf dem Parteitag Ende 2020 zu entscheiden. Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) hatte sich dagegen für die CDU-Chefin als nächste Kanzlerkandidatin der Union ausgesprochen - und damit heftige Diskussionen ausgelöst.

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