Klimaschutz

Länder-Umweltminister: Regierung soll CO2-Steuer prüfen

Svenja Schulze und Jens Kerstan treffen nach der Konferenz auf Demonstranten von der „Fridays for Future“-Bewegung. Foto: Daniel Reinhardt FOTO: Daniel Reinhardt

Hamburg. Die Umweltminister aus Bund und Ländern fordern geschlossen eine klimaneutrale EU bis zum Jahr 2050 - der Weg dahin bleibt aber extrem umstritten.

Einer neuen Umfrage zufolge ist die jüngere Generation in Deutschland einer CO2-Steuer etwa auf Sprit und Heizöl gegenüber aufgeschlossener als die Älteren. Die Umweltminister der 16 Bundesländer forderten die Bundesregierung lediglich auf, einen CO2-Preis noch vor der nächsten Bundestagswahl zu prüfen - damit muss nicht unbedingt eine Steuer gemeint sein.

„Wir wollen, dass wir 2050 in Europa klimaneutral sind“, sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) zum Abschluss einer Konferenz mit ihren Länder-Kollegen. „Das heißt, dass Deutschland nur noch so viele Klimagase eben ausstößt wie durch Wälder, durch Moore wieder gebunden werden können.“

Damit stellten die Umweltminister sich an die Seite von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der sich gemeinsam mit sieben weiteren EU-Regierungen dafür einsetzt, dass das Staatenbündnis in gut 30 Jahren unterm Strich keine Treibhausgase mehr ausstößt. Kanzlerin Angela Merkel hatte sich dieser Forderung nicht angeschlossen und auf abweichende deutsche Klimaschutz-Ziele verwiesen.

top