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Kramp-Karrenbauer einigt sich mit Merz auf Rolle in der CDU

Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz hatte in einer Kampfabstimmung beim CDU-Bundesparteitag knapp gegen Annegret Kramp-Karrenbauer verloren. Foto: Jan Woitas FOTO: Jan Woitas

Berlin. Der unterlegene CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz wird Mitglied in einem Expertenkreis der Partei und soll am neuen Grundsatzprogramm mitarbeiten - darauf hat sich Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer mit ihm nach wochenlanger Debatte geeinigt.

Vor allem konservative und wirtschaftsnahe Christdemokraten hatten auf eine Einbindung des früheren Bundestagsfraktionschefs an herausgehobener Stelle gedrängt.

Eine CDU-Sprecherin bestätigte am Donnerstag einen Bericht der „Welt“, dem zufolge Merz Mitglied in einem bestehenden Beraterkreis zur sozialen Marktwirtschaft werden und an führender Stelle den Themenbereich „Zukunft der transatlantischen Beziehungen“ begleiten soll. Dieser solle nach der Europawahl im Mai zu einem inhaltlichen Schwerpunkt der Partei werden. Merz ist auch Vorsitzender der Atlantik-Brücke - eines Vereins, der die Zusammenarbeit zwischen den USA und Europa vertiefen will.

Außerdem soll Merz am Prozess zur Erstellung des neuen CDU-Grundsatzprogramms mitwirken. Die Partei will es 2020 beschließen, das aktuelle Grundsatzprogramm stammt von 2007.

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