„Aufbruch nach vorne“

Kanzler Merz? Noch zu früh für „Aktion Abendsonne“

Er will sie beerben: Friedrich Merz neben der noch amtierenden CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer. Foto: Wolfgang Kumm/dpa FOTO: Wolfgang Kumm

Berlin. Merz, Laschet und Spahn: Alle drei möglichen Kandidaten für die Nachfolge von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer treten in Berlin auf. Der Sauerländer Merz bekommt große öffentliche Aufmerksamkeit - doch entschieden ist nichts.

Friedrich Merz windet sich, aber vor allem kokettiert er an diesem Abend. Ob er denn nun tatsächlich als CDU-Chef antreten werde, will der Moderator auf der kleinen Bühne im rustikalen Berliner „Ballhaus“ am Donnerstagabend von dem Ex-Unionsfraktionschef wissen.

Am Ende lässt sich der 64-Jährige dann gleich mehrfach den Satz abringen, er sei dazu bereit, seinen Beitrag zu leisten. Es geht da um eine gestärkte CDU oder das Ausschöpfen des Wählerpotenzials - er sieht es bei 35 plus X. Aber er betont auch: Entscheiden werde ein nun wohl bis zum Sommer notwendiger Sonderparteitag.

Am Mittwochabend war Merz vorgeprescht. Er sei nach dem angekündigten Rückzug von Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer entschlossen, für den CDU-Vorsitz zu kandidieren, ließ der ehrgeizige Vizepräsident des Wirtschaftsrats der CDU sein engstes Umfeld verlauten. Er wisse die Parteibasis hinter sich und fühle sich durch die Umfragen ermutigt.

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