Schulungen für Polizisten

Jüdischer Mann in Berlin attackiert

Andreas Geisel (SPD), Innensenator von Berlin. Foto: Paul Zinken FOTO: Paul Zinken

Berlin. Ein jüdischer Mann soll mitten am Tag in Berlin-Charlottenburg attackiert worden sein.

Der 55-Jährige sagte aus, er sei wegen seiner Kleidung als Jude erkennbar gewesen, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Zwei Personen seien am Dienstag hinter ihm gelaufen, eine habe ihn plötzlich in den Rücken gestoßen, darauf sei er gestürzt. Anschließend sei das Duo geflüchtet. Wegen Schmerzen am Kopf und in einem Bein alarmierte der 55-Jährige schließlich von zu Hause aus den Rettungsdienst.

Die Polizei geht von einem antisemitischen Hintergrund aus, wie ein Sprecher am Mittwoch sagte. Der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz ermittle wegen Hasskriminalität.

Ober-Rabbiner Pinchas Goldschmidt reagierte bestürzt auf den Angriff: „Es ist absolut bitter zu sehen, dass Juden auf deutschen Straßen zunehmend einer antisemitischen Angriffsserie ausgesetzt sind.“ Hassbeiträge in Parlamenten und sozialen Medien sorgten dafür, dass die öffentliche Sicherheit für in Deutschland lebende Juden immer fragiler werde, erklärte der Präsident der Europäischen Rabbiner Konferenz.

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