Schaffung neuer Arbeitsplätze

Haseloff: Kohlemilliarden sollen in Jobs fließen

Protest in Mühlrose in der Lausitz: „Begrabt Ihr die Kohle, begrabt Ihr unser Dorf“. Foto: Oliver Killig/ZB/dpa FOTO: Oliver Killig

Magdeburg/Berlin. Monatelang forderte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident hohe Milliardensummen, um den Kohleausstieg in den betroffenen Regionen glimpflich zu gestalten. Jetzt warnt er vor einem falschen Schwerpunkt - und sieht den ganzen Ausstiegskompromiss in Gefahr.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff dringt beim Kohleausstieg darauf, nicht zu hohe Summen für die Entschädigung von Kraftwerksbetreibern auszugeben.

„Wir brauchen das Geld für neue Arbeitsplätze“, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Zudem seien Investitionen in Zukunftsfelder wie Wasserstofftechnologie, Elektromobilität und Künstliche Intelligenz nötig. „Mit diesen Geldern stattdessen jetzt größtenteils die Abfindungen für die Energiekonzerne zu bezahlen, die ihre Kraftwerke früher abschalten, dafür ist das Geld zu schade.“

An diesem Dienstag verhandelt die Bundesregierung mit Betreibern von Kraftwerken über Entschädigungen für das vorzeitige Abschalten von Standorten. Dabei sind Milliardensummen im Gespräch. Am Mittwoch werden die Ministerpräsidenten der Kohle-Bundesländer zu einem Gespräch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) im Kanzleramt erwartet.

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