„Digitalisierungsgesetz“

Gesundheits-Apps von der Kasse: Spahn will digitales Tempo

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: „Der Patient von morgen wird immer noch einen Arzt brauchen - aber er wird keinen Arzt mehr ernstnehmen, der nur noch über Karteikarten arbeitet.“ Foto: Kay Nietfeld FOTO: Kay Nietfeld

Berlin. Gesundheits-Apps auf Kassenkosten, leichtere Infos zu Videosprechstunden, weniger Papierkram in den Praxen: Neue digitale Angebote sollen nach Plänen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bald auf breiter Front für Patienten zu nutzen sein.

Der CDU-Politiker brachte dafür einen Entwurf auf den Weg, der auch die Akteure des Gesundheitswesens zum Mitziehen verpflichten soll. Von den gesetzlichen Kassen kam Unterstützung, aus der Opposition Kritik.

„Der Patient von morgen wird immer noch einen Arzt brauchen“, sagte Spahn in Berlin. „Aber er wird keinen Arzt mehr ernstnehmen, der nur noch über Karteikarten arbeitet.“ Alle seien daher aufgerufen, den digitalen Wandel mitzugestalten statt ihn nur zu erleiden - und offen für Veränderungen zu sein. Schon jetzt gebe es massive Investitionen internationaler Digitalkonzerne. Es gelte aber, hiesige Standards auch für den Datenschutz zu gewährleisten.

Mit einem „Digitalisierungsgesetz“ will Spahn nun weiter Tempo für Angebote machen, die spürbaren Nutzen versprechen. Eine Zielmarke ist die schon festgeschriebene Einführung freiwilliger E-Patientenakten bis spätestens 2021 - nachdem das Gezerre um zusätzliche Funktionen für die elektronische Gesundheitskarte so etwas wie „der Berliner Flughafen des Gesundheitswesens“ geworden sei. Konkret geht es in den Plänen nach Angaben aus Ministeriumskreisen um mehrere Bausteine:

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