Digitale Patienten-Angebote

Gesundheits-Apps kommen bald auf Rezept

Auf einem Smartphone wird in einer App ein digitales Rezept einer fiktiven Patientin dargestellt. Foto: Symbolbild: Bernd Weißbrod/dpa FOTO: Bernd Weissbrod

Berlin. Beim Arztbesuch läuft oft noch viel auf Papier. Die große Koalition will deswegen Tempo machen, um endlich einen Durchbruch für die Digitalisierung zu schaffen. Geht das für manche auch zu schnell?

Gesundheits-Apps auf Rezept, leichterer Zugang zu Online-Sprechstunden, weniger Papier in den Praxen: Neue digitale Angebote sollen für Patienten vom nächsten Jahr an breiter zu nutzen sein.

Der Bundestag beschloss dazu mit den Stimmen der großen Koalition ein Gesetz von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Es regelt zudem, dass neben Praxen auch Apotheken und Kliniken an die geplante Datenautobahn des Gesundheitswesens andocken müssen. In der zuletzt umstrittenen Frage einer schnelleren Nutzung von Daten für die Forschung fügte das Parlament zusätzliche Sicherheitsregeln ein.

Spahn sagte, digitale Lösungen könnten den Patientenalltag konkret verbessern. „Wir gehen Schritt für Schritt in die digitale Zukunft.“ Jeder, der mitmachen wolle, solle mitmachen können. „Wer es aber lieber analog hat, bekommt es auch.“ Nach jahrelangem Gezerre um zusätzliche Funktionen für die elektronische Gesundheitskarte will der Minister mit seinem Digitalisierungsgesetz weiter Tempo machen. In Kraft treten soll es im Januar 2020, zustimmungspflichtig im Bundesrat ist es nicht. Vorgesehen sind mehrere digitale Bausteine:

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