Europawahlversammlung in Riesa

Die AfD will eine ganz andere EU

AfD-Chef Jörg Meuthen (l.), Spitzenkandidat seiner Partei für die Europawahl 2019, und AfD-Fraktionschef Alexander Gauland bei der Europawahlversammlung. Foto: Monika Skolimowska FOTO: Monika Skolimowska

Riesa. Die AfD will die Europäische Union grundlegend verändern. Das betonten Spitzenfunktionäre der Partei zu Beginn der zweiten Europawahlversammlung der Alternative für Deutschland im sächsischen Riesa.

Parteichef Jörg Meuthen sagte, die AfD wolle an einer „besseren Europäischen Union“ arbeiten. Die mehr als 400 Delegierten kamen am Freitag zusammen, um bis Montag das Programm der Partei für die Europawahl im Mai zu beschließen.

Zum Auftakt der Versammlung verurteilte Meuthen den Angriff auf den AfD-Politiker Frank Magnitz, der Opfer eines „feigen und hinterhältigen Attentats“ geworden sei. Der Bremer AfD-Vorsitzende und Bundestagsabgeordnete war nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden am Montagabend in Bremen von einem Mann zu Boden gestoßen worden. Er zog sich eine Kopfverletzung zu. Die AfD hatte zunächst berichtet, der 66-Jährige sei mit einem Kantholz bewusstlos geschlagen worden. „Ob mit oder ohne Kantholz“ habe es sich um ein Attentat gehandelt, sagte Meuthen.

Die Polizei Bremen veröffentlichte ein Video aus einer Überwachungskamera. Es zeigt, wie ein Mann aus einer Dreiergruppe Magnitz von hinten anspringt und mit dem Ellbogen attackiert. Die Polizei rief die Bevölkerung zur Mithilfe bei der Suche nach den Tatverdächtigen auf.

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