Zahlen für Trump?

Deutschland meldet Nato massive Budgeterhöhung

In den vergangenen Monaten hatte Deutschland wegen der Höhe seiner Verteidigungsausgaben unter Druck gestanden. Foto: Monika Skolimowska FOTO: Monika Skolimowska

Brüssel/Berlin. Deutschland hat der Nato den größten Anstieg der Verteidigungsausgaben seit Jahrzehnten gemeldet. Die Bundesregierung rechnet demnach in diesem Jahr mit für das Bündnis relevanten Ausgaben in Höhe von 47,32 Milliarden Euro, wie die dpa aus der Militärallianz erfuhr.

Dies entspricht einem Plus von mehr als fünf Milliarden Euro im Vergleich zu 2018 (plus 12,9 Prozent) und einem Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Höhe von 1,35 Prozent. Einen solchen Anstieg hat es zumindest seit dem Ende des Kalten Krieges nicht mehr gegeben. 2018 lag die BIP-Quote nach jüngsten Zahlen lediglich bei 1,23 Prozent.

Das zusätzliche Geld fließt unter anderem in die Anschaffung neuer Waffen, aber auch in Projekte zur militärischen Unterstützung von Partnerstaaten zum Beispiel in Afrika. Letztere Ausgaben können ebenfalls als Verteidigungsausgaben angerechnet werden. Dahinter steckt der Gedanke, dass im Prinzip lokale Akteure Konflikte vor Ort besser lösen können als Bündnisse, die von außen einwirken.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums erklärte am Freitag in Berlin, zu den gemeldeten Ausgaben gehörten nicht nur die Mittel aus dem Verteidigungshaushalt, sondern auch aus anderen Haushaltstöpfen. „Es gibt Anteile, wo Deutschland sich engagiert zur Vernichtung von Streumunition oder es gibt Kosten, die anfallen für den Aufenthalt ausländischer Streitkräfte auf deutschem Boden“, sagte er.

top