Klimaschutzprogramm

CO2-Preis und Einbau-Verbot für Ölheizungen beschlossen

Über eine Zapfpistole wird ein Mehrfamilienhaus mit Heizöl betankt. Das Bundeskabinett will den Einbau von Ölheizungen ab 2026 verbieten. Foto: Patrick Pleul/zb/dpa FOTO: Patrick Pleul

Berlin. Ölheizungen sollen in Deutschland zum Auslaufmodell werden - und wer sie aufdreht, soll mehr zahlen: Das Bundeskabinett hat weitere Bausteine des Programms für mehr Klimaschutz beschlossen.

Ab 2026 sollen nur noch in Ausnahmefällen Heizungen eingebaut werden dürfen, die mit Öl betrieben werden. Ein CO2-Preis soll nicht nur das Heizöl, sondern auch Diesel, Benzin und Erdgas teurer machen. Opposition und Fachverbände reagierten am Mittwoch kritisch.

Union und SPD wollen mit dem Klimaschutzprogramm dafür sorgen, dass Deutschland seine Ziele fürs Einsparen von Treibhausgasen bis 2030 erreicht. Verkehr und Heizen sind dafür wichtige Bereiche, zu denen die schwarz-rote Koalition nun zwei Gesetze auf den Weg gebracht hat.

KLIMASCHUTZ IN GEBÄUDEN: 2050 soll Deutschland unterm Strich keine Treibhausgase wie Kohlendioxid (CO2) mehr ausstoßen - dazu gehört ein „klimaneutraler“ Gebäudebestand. Das grundsätzliche Einbauverbot für Ölheizungen, die lange in den Kellern bleiben, soll ein Schritt dahin sein. Es gibt allerdings Ausnahmen, wenn etwa ein Haus weder mit Gas noch mit Fernwärme versorgt werden kann, oder wenn erneuerbare Energien einen Teil des Wärme- oder auch Kältebedarfs decken. Umweltverbände kritisieren die Regelung deshalb als halbherzig.

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