AKK plant Einzelgespräche

CDU-Vorsitz: Merz prescht vor - Brinkhaus fordert Demut

Die Union brauche einen „Aufbruch nach vorne“, sagt Merz. Foto: Kay Nietfeld/dpa FOTO: Kay Nietfeld

Berlin. CDU im Überlebenskampf: Kommende Woche will Noch-Parteichefin Kramp-Karrenbauer Gespräche über ihre Nachfolge führen. Ein potenzieller Kandidat hat sich schon vorgewagt. Zwei bleiben noch in Deckung. Armin Laschet will „nicht einmal eine Andeutung“ machen.

Nach dem Vorpreschen von Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz werden die Rufe nach einer einvernehmlichen Lösung für CDU-Vorsitz und Kanzlerkandidatur lauter.

Der heutige Fraktionschef Ralph Brinkhaus forderte Bereitschaft zur Unterordnung: „Wenn jemand sagt, er möchte Verantwortung übernehmen, dann heißt das auch, dass er Verantwortung als Nummer zwei oder Nummer drei übernehmen kann.“ Gesundheitsminister Jens Spahn betonte im „Spiegel“: „Wir brauchen eine integrative Figur, jemand, dessen Kandidatur die Partei nicht spaltet, sondern eint.“ Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) sagte: „Es kann jetzt nur miteinander und in Geschlossenheit gehen.“

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hielt sich weiterhin bedeckt. Beim Valentinstreffen der CDU im hessischen Kelkheim erklärte er, er werde „nicht einmal eine Andeutung“ zu diesen Thema machen, und verwies auf die geplanten Gespräche der scheidenden CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer mit den potenziellen Kandidaten. „Die Vorsitzende redet kommende Woche mit allen Dreien und danach wird sich zeigen, wie gehen wir diesen Weg und vor allem mit welchem Zeitplan.“

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