Förderung soll steigen

Bundestag will Bafög-Erhöhung beschließen

Der Förderhöchstbetrag beim Bafög soll in zwei Stufen von 735 auf 861 Euro steigen. Foto: Andrea Warnecke FOTO: Andrea Warnecke

Berlin. Unmittelbar vor dem geplanten Beschluss im Bundestag für ein höheres Bafög haben Grüne und Linke weitere Verbesserungen gefordert.

Die geplante Bafög-Reform reiche hinten und vorne nicht, sagte der Grünen-Bildungsexperte Kai Gehring der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Mit der Reform sollen die ausgezahlten Beträge erhöht und mehr junge Menschen erreicht werden. Die Koalition will das Gesetz von Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) am Donnerstag im Plenum beschließen. Damit soll eine Trendwende beim Bafög erreicht werden. Denn die Zahl der Geförderten war binnen vier Jahren bis 2017 um knapp 180.000 gesunken. Noch rund 557.000 Studierende und 225.000 Schülerinnen und Schüler wurden zuletzt gefördert.

Der Förderhöchstbetrag soll nun in zwei Stufen von 735 auf 861 Euro steigen. Darin enthalten ist ein Anstieg des Grundbedarfs, der 2019 um fünf und 2020 noch einmal um zwei Prozent angehoben werden soll. Überproportional steigen soll der im Höchstbetrag enthaltene Wohnzuschlag - von bislang 250 auf 325 Euro. Steigen sollen auch die Zuschläge für die Kranken- und Pflegeversicherung. Zudem sind höhere Elternfreibeträge geplant.

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