Lebenserwartung steigt

Bundesbank-Vorschlag: Rente erst mit fast 70 Jahren

Stahlarbeiter in einer Produktionshalle: Künftig arbeiten fast bis zum 70. Geburtstag?. Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa FOTO: Arno Burgi

Frankfurt/Main. Die Bundesbank befeuert die Debatte um eine weitere Anhebung des Rentenalters auf fast 70 Jahre. „Durch die demografische Entwicklung gerät die umlagefinanzierte gesetzliche Rentenversicherung künftig unter erheblichen Druck, insbesondere ab Mitte der 2020er Jahre.“

Um das System stabil zu halten, bestehe „Anpassungsbedarf bei den zentralen Stellgrößen der Rentenversicherung“, schreiben die Bundesbank-Ökonomen in ihrem Monatsbericht Oktober. „Ein wichtiger Ansatzpunkt für weitere Reformen ist das Rentenalter.“

Seit 2012 wird die Altersgrenze für den Bezug der gesetzlichen Rente schrittweise von 65 auf 67 Jahre im Jahr 2031 angehoben. Doch das wird nach Expertenansicht nicht ausreichen, weil ab Mitte der 2020er Jahre die geburtenstarken Jahrgänge das Rentenalter erreichen.

Die Bundesbank regt daher an, das Rentenalter bis 2070 auf 69 Jahre und vier Monate anzuheben. Auch internationale Organisationen wie EU-Kommission, IWF und OECD hätten nahegelegt, „das Rentenalter mit steigender Lebenserwartung weiter anzuheben“.

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