„Klare Kante zeigen“

BKA-Chef Münch: „Reichsbürger gehören nicht in die Polizei“

Holger Münch ist Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA). Foto: Wolfgang Kumm FOTO: Wolfgang Kumm

Berlin. Der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Holger Münch, fordert ein hartes Vorgehen gegen Extremisten innerhalb der Sicherheitsbehörden. „Wir sehen Einzelfälle in der Polizei mit Auffälligkeiten.

Da heißt es, klare Kante zu zeigen“, sagte Münch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

„Ich sage mal ganz deutlich: Reichsbürger gehören nicht in die Polizei“, so Münch. Zuletzt waren innerhalb der Polizei, aber auch in der Bundeswehr mehrere Fälle mutmaßlicher Rechtsextremisten bekanntgeworden. Allein in Hessen liefen zuletzt gegen fast 40 Polizisten straf- und dienstrechtliche Verfahren wegen rechtsextremistischer Vorkommnisse.

Münch betonte, dass die Sicherheitsbehörden Extremisten in den eigenen Reihen entgegenwirken müssten. „Wir müssen in der Ausbildung, aber auch in der Begleitung von Polizisten immer deutlich machen, wofür wir als Organisation stehen“, sagte er. „Wenn extremistische Kräfte in der Mitte der Gesellschaft Andockstellen finden, müssen wir als Polizei die Wertorientierung sehr, sehr hoch halten.“

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