Politik im Wartestand

Arbeitshypothese: Koalition hält bis 2021

SPD-Chefin Andrea Nahles und der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ralph Brinkhaus, loben die ihrer Meinung nach gute Stimmung in der Großen Koalition. Foto: Christoph Soeder FOTO: Christoph Soeder

Berlin. Es ist viel von Arbeitshypothesen die Rede, wenn man sich eineinhalb Wochen vor den wichtigen Wahlen am 26. Mai in der schwarz-roten Koalition umhört.

Eine der wichtigsten in der Union lautet: Wir gehen davon aus, dass die Regierung bis zum regulären Ende 2021 hält. Und auch in der SPD will man offiziell nichts von einem vorzeitigen Ende des Bündnisses wissen.

Die Ergebnisse des letzten Koalitionsausschusses vor der Europa- und der für den Zustand der Partner möglicherweise noch wichtigeren Bremen-Wahl Ende des Monats waren eher schmal. Und doch gibt es am Tag nach dem Spitzentreffen im Kanzleramt vor allem ein Ziel: Nur keine neue Unruhe in das Bündnis bringen.

SPD-Chefin Andrea Nahles und Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus geben sich betont entspannt. Vorher sei gewettet worden, dass es mal um zehn Uhr abends zu Ende sei, sagt Nahles bei einer DIHK-Veranstaltung. „War wieder nix.“ Am Ende habe man noch gequatscht, fie Stimmung sei gut gewesen. „Es läuft.“ Brinkhaus sagt, die Koalition habe die Aufgabe, das Land „am Laufen“ zu halten. „Das kriegen wir ganz gut hin.“ Und weiter: „Wir kriegen eigentlich mehr hin, als dass so gemeinhin erzählt wird.“ Nahles erwidert: „Ja, genau.“

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