Diskussion über Merkel-Zukunft

AKK will Debatte über raschen Kanzler-Wechsel beenden

Annegret Kramp-Karrenbauer bei einer Pressekonferenz nach der Sitzung des CDU Bundesvorstands im Konrad-Adenauer-Haus. Foto: Michael Kappeler FOTO: Michael Kappeler

Berlin. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer ist zwei Wochen vor den Wahlen in Europa, Bremen und Kommunalparlamenten bemüht, die Debatte über einen vorzeitigen Wechsel im Kanzleramt zu beenden.

„Die CDU geht von einer ganz normalen Legislaturperiode aus. Diese Regierung ist gewählt bis ins Jahr 2021“, sagte sie am Montag nach Sitzungen der Spitzengremien ihrer Partei in Berlin. Merkel sei Regierungschefin, „und das soll sie für diese Legislaturperiode auch bleiben“. Hinter Kramp-Karrenbauers Bemühungen dürfte die Sorge stecken, dass die Diskussion über ein rasches Aus für die in Beliebtheitsumfragen führende Merkel dem Wahlkampf schaden könnte.

Einen Tag vor einer Sitzung des Koalitionsausschusses kritisierte Kramp-Karrenbauer erneut scharf die SPD. Die Sozialdemokraten seien mit der von den Jusos begonnenen Sozialismusdebatte und der Wirtschaft als erklärtem Hauptgegner auf dem Irrweg. Das Konzept der sozialen Marktwirtschaft sei eine der Grundkonstanten der Gesellschaft und des Erfolgs in Deutschland. Die CDU werde im Endspurt des Wahlkampfs deutlich machen, dass es mit Blick auf die SPD „keine Verlässlichkeit mehr gibt“.

Auf die Frage, ob sie besorgt sei, dass ihre Chancen auf eine Nachfolge Merkels im Kanzleramt kleiner würden, falls die CDU bei den kommenden Wahlen schlecht abschneide, sagte Kramp-Karrenbauer: „Sie sehen mich vollkommen sorgenfrei.“ Sie habe ihre Interview-Äußerungen zu einem vorzeitigen Wechsel im Kanzleramt in Präsidium und Vorstand wiederholt - dies sei auf absolute Zustimmung getroffen.

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